Äquatorialguinea bezieht momentan einen Großteil seines Stroms aus fossilen Brennstoffen, insbesondere aus Gas, das mehr als zwei Drittel der Stromerzeugung abdeckt. Der kohlenstoffarme Energiemix hingegen besteht ausschließlich aus Wasserkraft und macht etwas weniger als ein Drittel der gesamten Stromerzeugung aus. Dieser dominierende Einsatz von Gas trägt zu den hohen Treibhausgasemissionen bei und stellt eine Herausforderung für die Ziele einer grünen Energiezukunft dar.
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Wächst der Strom in Äquatorialguinea?
Der Stromverbrauch in Äquatorialguinea ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Im Jahr 2023 lag der Pro-Kopf-Verbrauch bei 850 kWh, was deutlich unter dem Rekordwert von 1209 kWh im Jahr 2014 liegt. Auch die Erzeugung von kohlenstoffarmem Strom ist rückläufig, mit einem Pro-Kopf-Wert von 265 kWh im Jahr 2023 im Vergleich zu einem Rekord von 390 kWh im Jahr 2015. Diese Abnahme deutet auf Schwierigkeiten hin, den Übergang zu einer nachhaltigeren Energieversorgung voranzutreiben, was langfristig ebenso die Energiewende und die Elektrifizierung beeinträchtigen könnte.
Vorschläge
Für Äquatorialguinea bietet sich die Option an, den Anteil kohlenstoffarmer Energie durch die Nutzung von Solar- und Kernkraft zu erhöhen, um den Übergang zu einer grüneren Stromversorgung zu schaffen. Länder wie Nevada und Kalifornien haben gezeigt, dass erhebliche Solarenergiepotenziale ausgeschöpft werden können, während Frankreich und die Slowakei vorbildlich Kernkraft zur Stromerzeugung nutzen, wobei der Anteil bis zu 67% beträgt. Durch die Implementierung solcher Strategien könnte Äquatorialguinea seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern und gleichzeitig den steigenden Strombedarf zukünftig effizienter abdecken.
Geschichte
In der Vergangenheit dominierte Wasserkraft die Erzeugung kohlenstoffarmen Stroms in Äquatorialguinea, wobei von 1991 bis 2023 über Jahre hinweg keine signifikanten Zuwächse gemeldet wurden, abgesehen von minimalen positiven Schwankungen zwischen 2012 und 2015. Bedauerlicherweise gab es 2017 und 2019 sogar leichte Rückgänge. Diese stagnierende Entwicklung im Bereich der kohlenstoffarmen Erzeugung weist auf eine mangelnde Investition in das Wachstum dieser Sektoren hin, welches dringend notwendig ist, um umweltfreundlicheren Strom zu generieren und den Auswirkungen fossiler Brennstoffnutzung entgegenzuwirken.








