LowCarbonPower logo
Instagram Facebook X (Twitter)

Elektrizität in EU im Jahr 2025

4.235 kWh/person Kohlenstoffarmer Elektrizität
+12 #48
5.937 kWh/person Gesamtelektrizität
-931 #81
198 gCO2eq/kWh Kohlenstoffintensität
-1,1 #40
71 % Kohlenstoffarmer Elektrizität
-0,03 #36

Im Jahr 2025 zeigt sich, dass der europäische Elektrizitätsmarkt einen bemerkenswerten Wandel erlebt hat. Mehr als 70% der Stromproduktion in der EU kommen inzwischen aus kohlenstoffarmen Quellen, während fossile Brennstoffe knapp unter einem Drittel der Produktion ausmachen. Im Detail sehen wir, dass Kernenergie mit über 23% den größten Beitrag zu dieser kohlenstoffarmen Stromerzeugung leistet, gefolgt von Windkraft mit knapp 18% und Solarenergie mit über 13%. Die Wasserkraft trägt fast 13% bei. Auf der fossilen Seite führt Gas mit rund 17%, gefolgt von Kohle, die etwas über 9% ausmacht, und Öl trägt nur noch einen sehr kleinen Teil bei.

Datenquellen auf dieser Seite anzeigen →

Wächst der Strom in EU?

Trotz dieser positiven Entwicklung in Richtung sauberer Energiequellen gibt die Betrachtung des Stromverbrauchs der EU Grund zur Besorgnis. Der Pro-Kopf-Stromverbrauch in der EU lag 2025 bei 5937 kWh, was eine deutliche Reduktion im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2008 mit 6868 kWh bedeutet. Diese signifikante Abnahme spiegelt einen allgemeinen Rückgang des Stromverbrauchs wider, was möglicherweise auf wirtschaftliche oder demografische Veränderungen hindeutet. Ein kleiner Lichtblick ist jedoch der leichte Anstieg der kohlenstoffarmen Stromerzeugung pro Person im Jahr 2025, der den Rekord von 2024 übertraf, auch wenn der Zuwachs mit 12 kWh pro Person recht bescheiden ausfällt.

Vorschläge

Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung weiter zu steigern, sollte die EU die Kapazitäten in der Kernenergie, Wind- und Solarenergie ausbauen, da diese Quellen bereits signifikante Mengen an Strom bereitstellen. Der Vergleich mit anderen erfolgreichen Regionen zeigt, was möglich ist: Frankreich und die Slowakei beziehen jeweils mehr als zwei Drittel ihrer Elektrizität aus Kernenergie, während Dänemark über 60% aus Windenergie erzielt. Die EU könnte von solchen Ländern lernen und ähnliche Strategien anwenden, um den Ausbau insbesondere von Solar- und Kernkraft zu fördern. Durch die verstärkten Investitionen in diese sauberen Energiequellen kann die EU ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern und gleichzeitig dem Bedarf an Elektrizität aufgrund der Elektrifizierung und des Wachstums von Technologien wie Künstlicher Intelligenz gerecht werden.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Im Rahmen ihrer Geschichte der kohlenstoffarmen Elektrizität hat die EU in den frühen 1980er Jahren bedeutende Erhöhungen in der Kernenergieerzeugung gesehen. Zwischen 1981 und 1985 stieg die Kernenergieproduktion erheblich. Jedoch erlitten die 2000er Jahre einen Rückschlag, insbesondere 2009 und im Jahr 2020, mit bemerkenswerten Rückgängen der Kernenergieerzeugung. In den letzten Jahren gab es wieder positive Impulse mit einem Anstieg der Produktion durch Wind und Solar, was die EU in ihrem Bestreben, den Übergang zu nachhaltiger Energie zu beschleunigen, unterstützen könnte. Ein wachsender Fokus auf saubere Elektrizitätserzeugung ist entscheidend für die Zukunft Europas.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

Instagram Facebook X (Twitter)