Südkorea nutzt mehr als die Hälfte seines Stroms aus fossilen Brennstoffen, was leider einen bedeutenden Anteil der Energieerzeugung des Landes ausmacht. Fast ein Drittel des Stroms stammt aus Kernenergie, was positiv zu bewerten ist, da es sich um kohlenstoffarme und umweltfreundliche Energie handelt. In Kombination mit anderen kohlenstoffarmen Energiequellen wie Solar- und Wasserkraft – welche jeweils kleine Anteile zur Stromerzeugung beitragen – erreicht Südkorea insgesamt mehr als 40 % seiner Stromerzeugung aus kohlenstoffarmen Quellen. Besonders bemerkenswert ist der Beitrag der Kernenergie, während erneuerbare Quellen wie Solar und Wasserkraft einen kleineren Anteil ausmachen.
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Wächst der Strom in Südkorea?
Der Stromverbrauch pro Kopf in Südkorea liegt im Jahr 2025 bei 11.246 kWh und ist im Vergleich zum letzten Rekordjahr 2018 leicht gesunken. Diese Stagnation bedeutet eine Herausforderung für das Land, das seinen Energieverbrauch auf einem konstanten Niveau halten muss, während es den Anstieg in der Nutzung kohlenstoffarmer Technologie weiter fördert. Erfreulicherweise konnte Südkorea den Anteil kohlenstoffarmer Stromerzeugung im Jahr 2025 steigern und erreichte mit 4.623 kWh pro Kopf einen neuen Höchststand, was auf eine positive Richtung in der Energiepolitik des Landes hinweist.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Stromerzeugung in Zukunft weiter zu erhöhen, sollte Südkorea die bereits bestehende und erfolgreiche Kernenergieproduktion ausbauen. Ein Vorbild könnten Länder wie Frankreich und die Slowakei sein, die einen großen Teil ihrer Stromversorgung durch Kernenergie decken. Gleichzeitig wäre die Nutzung der Solarenergie in Südkorea ein lohnendes Ziel, inspiriert von den Erfolgen Kaliforniens und Nevadas, die bereits bedeutende Anteile ihrer Elektrizität durch Solarenergie generieren. Die Kombination beider Energiequellen könnte die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen erheblich verringern und eine nachhaltige Energiezukunft für Südkorea sichern.
Geschichte
Der Rückblick auf die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Südkorea zeigt eine kontinuierliche Entwicklung der Kernenergie seit den späten 1980er Jahren, mit Zuwächsen in den Jahren wie 1986, 1990 und 1998 sowie beeindruckenden Steigerungen im Jahr 2005. Es gab jedoch auch Perioden mit Rückgängen, beispielsweise 2013 und 2018, die bedauerlicherweise die Kontinuität der positiven Entwicklung unterbrochen haben. Glücklicherweise konnte in jüngster Zeit, insbesondere 2022 und 2024, wieder eine deutliche Zunahme der Kernenergieerzeugung verzeichnet werden, was Hoffnung gibt, dass Südkorea seine Kapazitäten in der kohlenstoffarmen Stromproduktion weiterhin ausbauen kann.








