Derzeit bestehen in Japan mehr als die Hälfte der Stromversorgung aus fossilen Brennstoffen, und zwar bei etwa 63%, wobei Gas und Kohle den größten Anteil ausmachen. Erfreulicherweise stammt fast ein Drittel der elektrischen Energie aus kohlenstoffarmen Quellen. Die am meisten genutzte kohlenstoffarme Energiequelle ist Solarenergie, gefolgt von Kernenergie und Wasserkraft. Andere Quellen wie Biokraftstoffe und Windkraft spielen noch eine kleinere Rolle, tragen jedoch insgesamt zur sauberen Stromerzeugung in Japan bei. Diese Aufteilung zeigt, dass Japan bereits Bestrebungen unternimmt, seine Energieversorgung auf nachhaltige Bahnen zu lenken, aber noch ein bedeutender Teil von fossilen Brennstoffen abhängig ist.
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Wächst der Strom in Japan?
Der Stromverbrauch in Japan ist rückläufig im Vergleich zu früheren Zeiten. Die aktuelle Pro-Kopf-Nutzung von etwa 7886 kWh ist deutlich niedriger als der Rekordwert aus dem Jahr 2010, der sich auf 9134 kWh pro Person belief. Insbesondere die kohlenstoffarme Stromerzeugung hat seit ihrem Höchststand 1998 an Boden verloren. Diese Veränderungen verdeutlichen die Notwendigkeit, den Fokus auf den Ausbau kohlenstoffarmer Technologien zu legen, um nicht nur den Rückgang zu bremsen, sondern auch ein Wachstum der sauberen Energieerzeugung im Land zu stimulieren.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern, könnte Japan insbesondere die Solarenergie weiter ausbauen, da diese bereits erhebliche Mengen an Strom liefert. Inspiration kann von Ländern wie Frankreich und der Slowakei genommen werden, die einen großen Anteil ihrer Elektrizität aus der Kernenergie beziehen. Dies zeigt, dass ein Ausbau der Kernkraftwerke eine effektive Strategie sein könnte, um die Nachhaltigkeitsziele Japans zu erreichen. Auch die Erfahrung von US-Staaten wie Nevada in der Flächennutzung für Solarenergie bietet wertvolle Einblicke. Ein umfassender Ansatz, der sowohl neue Investitionen in die Solarenergie als auch den Ausbau bestehender Kernkraftkapazitäten umschließt, wird Japan helfen, seine Energieversorgung weiter zu diversifizieren und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen drastisch zu verringern.
Geschichte
Der Verlauf der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Japan zeigt eine interessante Entwicklung über die Jahrzehnte hinweg. In den späten 1970er und 1980er Jahren war ein bedeutender Anstieg der Stromerzeugung durch Kernenergie zu verzeichnen. Diese positive Entwicklung setzte sich in den frühen 1990er Jahren fort. Leider folgte im neuen Jahrtausend eine Zeit des Rückgangs, insbesondere nach schweren Rückschlägen in den Jahren 2002 und 2011. Es gab jedoch auch Jahre, in denen ein Wiederanstieg der Kernenergieproduktion verzeichnet wurde, zum Beispiel in den Jahren 2004 und 2018. Ein fortlaufender, konsistenter Fokus auf den Ausbau der kohlenstoffarmen Stromerzeugung ist daher entscheidend, um Japan langfristig auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zu bringen.








