Im Jahr 2025 erreicht Frankreich beeindruckende 94,85% seiner Stromversorgung aus kohlenstoffarmen Quellen. Mehr als zwei Drittel des Stroms stammt aus Kernenergie, während Wasserkraft fast elf Prozent ausmacht. Windkraft trägt knapp neun Prozent bei, gefolgt von Solar, das etwa sechs Prozent des Stroms liefert. Frankreich ist nicht nur führend in der sauberen Stromerzeugung, sondern auch ein bedeutsamer Nettoexporteur von Elektrizität, was den Nachbarländern hilft, ihre eigenen Emissionen zu senken. Der nächste Schritt für Frankreich ist die Elektrifizierung weiterer Sektoren wie Verkehr, Heizung und Industrie, was eine erhebliche Steigerung der Stromproduktion erfordern wird.
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Wächst der Strom in Frankreich?
Trotz dieser Erfolge ist der Stromverbrauch in Frankreich rückläufig. Im Jahr 2025 betrug der durchschnittliche Verbrauch 8273 kWh pro Person, was einen Rückgang um 1111 kWh pro Person seit dem bisherigen Rekordjahr 2004 bedeutet. Auch die Produktion von kohlenstoffarmem Strom pro Kopf ist zurückgegangen, von 8432 kWh pro Person in 2004 auf 7847 kWh in der jüngsten Erhebung, was einen Rückgang um 585 kWh darstellt. Dieser Rückgang in der Erzeugung und im Verbrauch von Strom sollte als Alarmzeichen gesehen werden, besonders in einer Zeit, in der ein höherer Bedarf an sauberem Strom zur Dekarbonisierung weiterer Sektoren erwartet wird.
Vorschläge
Um die Erzeugung von kohlenstoffarmem Strom zu steigern, sollte Frankreich in den Ausbau bestehender Kernenergieanlagen investieren. Kernenergie ist bereits ein wesentlicher Bestandteil der französischen Elektrizitätsversorgung, und ihr Ausbau könnte eine zentrale Rolle bei der Versorgungssicherheit und der Reduzierung von Treibhausgasemissionen spielen. Auch die Erweiterung der Solarenergie sollte priorisiert werden, um die Erzeugungskapazitäten zu diversifizieren und zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. Eine stärkere Fokussierung auf diese Technologien wird entscheidend sein, um den zukünftigen Energiebedarf zu decken und dabei den CO2-Ausstoß weiter zu senken.
Geschichte
Der Werdegang der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Frankreich zeigt eine dynamische Entwicklung. In den späten 1970er und frühen 1980er Jahren verzeichnete Kernenergie kontinuierlich starke Zuwächse, wie 1980 mit einem Plus von 21,3 TWh. Diese rasante Entwicklung setzte sich im restlichen Jahrzehnt fort, wobei 1984 nochmals ein Spitzenwert von 47 TWh hinzukam. In den 1990ern und frühen 2000ern wuchs die nukleare Stromerzeugung weiter, allerdings mit gedämpftem Tempo. Bedauerlicherweise gab es in jüngerer Zeit mehrere Rückschläge in der Kernenergieproduktion, wie starke Einbrüche im Jahr 2020. Diese Perioden des Rückgangs erinnern daran, wie wichtig es ist, kontinuierlich in den Ausbau und die Modernisierung der Kernenergie zu investieren, um die zuliefernden Strommengen stabil zu halten und zu steigern.








