Im Jahr 2022 stammt mehr als die Hälfte des Stromverbrauchs in Subsahara-Afrika aus fossilen Brennstoffen, wobei Kohle mit knapp 41 % den größten Anteil hat. Der Kohlenstoffarme Anteil an der Stromerzeugung beträgt mehr als ein Drittel, mit Wasserkraft als dem wichtigsten sauberen Energieerzeuger bei ca. 29 %. Andere kohlenstoffarme Energieträger wie Solarenergie, Windkraft, Kernenergie und Geothermie sind ebenfalls vertreten, jedoch in weit geringeren Anteilen, wobei keine einzelne Quelle mehr als 3 % beiträgt. Der Einsatz von Gas zur Stromerzeugung macht mehr als 14 % aus, was auf eine erhebliche Abhängigkeit von fossilen Quellen hinweist.
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Wächst der Strom in Subsahara-Afrika?
Die Elektrizitätsnutzung in Subsahara-Afrika zeigt ein gemischtes Bild. Zwar liegt der letzte verzeichnete Pro-Kopf-Stromverbrauch mit 418 kWh im Jahr 2022 unter dem Höchststand von 450 kWh im Jahr 2012, doch die kohlenstoffarme Stromerzeugung hat leicht zugenommen, von 152 kWh im Jahr 2021 auf 158 kWh im Jahr 2022. Diese leichte Zunahme bei sauberer Energie deutet auf eine positive, wenn auch langsame Verschiebung hin, die allerdings von einem allgemeinen Rückgang des Stromverbrauchs überschattet wird. Diese Entwicklung ist alarmierend für eine Region, die dringend mehr Strom benötigt, um die wirtschaftliche Entwicklung und die Lebensqualität zu verbessern.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Energie in Subsahara-Afrika zu steigern, kann man sich erfolgreiche Länder in anderen Regionen ansehen, die erhebliche Fortschritte gemacht haben. Dänemark und Iowa sind hervorzuheben mit mehr als 50 % ihrer Stromerzeugung aus Windenergie. Dies zeigt, dass selbst in gemäßigtem Klima Windkraft eine zentrale Rolle spielen kann. Im Hinblick auf Solarenergie könnten sich Südkalifornien und Nevada mit rund 31 % bzw. 34 % aus dieser Quelle als einprägsame Beispiele erweisen. Schließlich stellt die durch Kernenergie erzeugte Strommenge von über 50 % in Ländern wie Frankreich und der Slowakei eine wichtige Lektion dar, wie bedeutend Kernenergie für eine saubere, zuverlässige Energiezukunft sein kann.
Geschichte
In den letzten Jahrzehnten hat sich die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Subsahara-Afrika mit einigen Schwankungen entwickelt. In den 2010er Jahren zeigte insbesondere Wasserkraft in mehreren Jahren signifikante Zuwächse, wie 2013 und 2014 mit Erträgen von 3,6 bzw. 6,4 TWh und bemerkenswerten Anstiegen von 7 bis 8 TWh zwischen 2017 und 2022. Die Nutzung von Kernenergie litt jedoch unter einigen Rückgängen, speziell -2,6 TWh in 2018 und -3,3 TWh in 2020, was ihre Zuverlässigkeit in der Region kurzfristig in Frage stellt. Trotz der Rückschläge bei der Kernenergie gab es bemerkenswerte Fortschritte in der Nutzung von Wind- und Solarenergie, insbesondere im Jahr 2022 mit einem Zuwachs von fast 5 TWh allein für Solarenergie. Der Übergang zu kohlenstoffarmer Energie ist in Gange, aber es bleibt noch ein langer Weg, um fossile Brennstoffe erfolgreich zu ersetzen.








