Elektrizität in Botsuana im Jahr 2023
Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Botsuana zeigt eine hohe Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, wobei über die Hälfte des Stroms, genauer gesagt rund 57%, aus fossilen Quellen kommt, insbesondere aus Kohle mit einem Anteil von etwa 55%. Ein erheblicher Teil des Stroms, fast 43%, wird durch Netto-Importe gedeckt. Kohlenstoffarme Energiequellen spielen dagegen in Botsuana weit weniger eine Rolle, was das Potenzial zur Steigerung der Nutzung sauberer Energie in der Region verdeutlicht.
Wächst der Strom in Botsuana?
Trotz der wachsenden globalen Nachfrage nach Strom und sauberer Energie stagniert der Stromverbrauch in Botsuana. Der derzeitige Stromverbrauch liegt bei 1818 kWh pro Person, was einem Rückgang von 194 kWh im Vergleich zu dem historischen Höchststand aus dem Jahr 2015 entspricht. Auch die Erzeugung aus kohlenstoffarmen Energiequellen stagniert, da der aktuelle Stand von 4 kWh pro Person dem höchsten Stand aus dem Jahr 2019 entspricht, ohne jegliche Zunahme. Diese stagnierende Entwicklung ist ernüchternd, da es ein deutliches Signal für die Notwendigkeit von Investitionen in sauberere und nachhaltigere Energiequellen gibt.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Botsuana zu erhöhen, könnten erfolgreiche regionale Beispiele als Vorbild dienen. Länder wie Frankreich und Slowakei zeigen, dass Kernenergie mehr als die Hälfte ihres Strommixes sauber und nachhaltig gestaltet. Gleichzeitig demonstriert Dänemark mit einem Anteil von 60% und andere US-Bundesstaaten wie Iowa und South Dakota mit über 50% beeindruckend, wie wirksam Windenergie eingesetzt werden kann. Auch die Einführung von Solarenergie, wie in Kalifornien und Nevada mit Anteilen von über 30%, könnte für Botsuana ein realistischer und erstrebenswerter Weg sein, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und umweltfreundlicheren Strom zu fördern.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Botsuana zeigt, dass in der Vergangenheit keine signifikanten Fortschritte gemacht wurden, insbesondere in der Solarenergienutzung. Von 2012 bis 2023 blieb die Stromerzeugung aus Solarenergie unverändert und verzeichnete keinerlei Wachstum. Dies verdeutlicht eine verpasste Gelegenheit, die Kapazitäten für saubere Energie zu erweitern und den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Der dringende Bedarf an Entwicklungsinitiativen im Bereich kohlenstoffarmer Technologien wird durch diese historische Stagnation noch deutlicher, um die Energieversorgung des Landes nachhaltiger zu gestalten und den künftigen Bedarf zu decken.













