Elektrizität in Botsuana im Jahr 2023
In Botswana dominiert derzeit die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen, wobei etwas mehr als die Hälfte der Elektrizität aus Kohle stammt. Insgesamt liegt der Anteil fossiler Energiequellen bei etwa 57%. Der Anteil sauberer, kohlenstoffarmer Energie ist verschwindend gering, und ein Großteil des Strombedarfs wird durch Netto-Importe gedeckt, die fast 43% ausmachen. Diese Importabhängigkeit zeigt die Notwendigkeit, die heimische Stromproduktion nachhaltig zu diversifizieren und auszubauen, insbesondere im Bereich der kohlenstoffarmen Energiequellen.
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Wächst der Strom in Botsuana?
Die Stromnutzung pro Kopf in Botswana hat seit ihrem Höchststand im Jahr 2015, als der Verbrauch 2013 kWh pro Person erreichte, abgenommen. Im Jahr 2023 lag der Verbrauch bei 1818 kWh pro Person, was einen Rückgang von etwa 194 kWh pro Person bedeutet. Die Tatsache, dass das Land den Rekord bei kohlenstoffarmer Stromerzeugung noch immer bei 4 kWh pro Person hält – derselbe Wert wurde bereits 2019 erreicht – deutet darauf hin, dass es keinen Fortschritt im Ausbau sauberer Energieerzeugung gab. Diese Stagnation in der Entwicklung kohlenstoffarmer Energie ist besorgniserregend und erfordert dringend Maßnahmen zur Förderung nachhaltigen Wachstums.
Vorschläge
Um in Botswana die Erzeugung kohlenstoffarmen Stroms zu erhöhen, könnten Erfahrungen aus erfolgreichen Regionen adaptiert werden, die auf Solar- und Kernenergie setzen. Kalifornien hat mit einem Anteil von 31% beeindruckende Fortschritte in der Solarenergie gemacht, während Nevada mit 34% Solarstrom führend ist. Der hohe Anteil der Kernenergie in Ländern wie Frankreich und der Slowakei, die mehr als zwei Drittel ihres Stroms aus dieser Quelle beziehen, zeigt das Potenzial von Kernkraft als stabiler und sauberer Energiequelle. Indem Botswana diese Ansätze annimmt, könnte es seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen erheblich reduzieren und die Energiewende vorantreiben.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Botswana zeigt über ein Jahrzehnt bis 2023 hinweg keinerlei Veränderungen in der Solarstromerzeugung. Vom frühen Jahr 2012 bis zum jüngsten Jahr 2023 blieb der Beitrag der Solarkraft bei Null Terawattstunden konstant. Diese stagnierende Entwicklung spiegelt ein Versäumnis wider, die notwendige Infrastruktur und Investitionen zu tätigen, um das enorme Potenzial der Sonne in der Region auszunutzen. Ein verstärkter Fokus auf den Ausbau von Solaranlagen in Kombination mit Investitionen in die Kernenergie könnte Botswanas Engpässe im Bereich der CO2-neutralen Stromproduktion mindern und somit zur Lösung seiner Energieherausforderungen beitragen.








