In Bulgarien wird der Großteil der Elektrizität im Jahr 2025 aus kohlenstoffarmen Quellen gewonnen, mit einem Anteil von über 72%. Dies liegt vor allem an der Kernenergie, die fast 40% der Stromerzeugung ausmacht, wodurch Bulgarien einen bedeutenden Beitrag zur Verringerung der CO2-Emissionen leistet. Auch Solarenergie spielt eine wichtige Rolle, indem sie über 17% zur Stromversorgung beiträgt, gefolgt von der Wasserkraft mit knapp 8% und Windenergie mit etwa 3,5%. Der Rest der Stromerzeugung basiert auf fossilen Brennstoffen, wobei über 22% durch Kohle gedeckt werden und etwa 5% durch Gas. Diese fossilen Brennstoffe tragen weiterhin zu Umweltproblemen wie Luftverschmutzung und Klimawandel bei, was hervorhebt, wie wichtig es ist, den Anteil kohlenstoffarmer Energien weiter zu erhöhen.
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Wächst der Strom in Bulgarien?
Der Stromverbrauch pro Person in Bulgarien hat in den letzten Jahren einen Abwärtstrend verzeichnet. Der aktuelle Verbrauch liegt bei 5482 kWh pro Person, was einen deutlichen Rückgang im Vergleich zum Rekordwert von 6883 kWh pro Person im Jahr 2011 darstellt. Allerdings gibt es positive Anzeichen im Bereich der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, die einen neuen Höchststand von 3968 kWh pro Person erreicht hat - eine Steigerung gegenüber dem vorherigen Rekord im Jahr 2024. Dies zeigt, dass trotz des Gesamtrückgangs der Elektrizitätsnutzung das Engagement für kohlenstoffarme Technologien wächst, was ermutigend ist.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Energie weiter auszubauen, könnte Bulgarien die Nutzung und Kapazität von Solar- und Kernenergie erweitern, da beide bereits einen signifikanten Anteil an der Stromerzeugung haben. Bulgarien kann von Ländern wie Frankreich oder der Slowakei lernen, die einen hohen Anteil ihrer Elektrizität aus Kernenergie gewinnen (über 60%). Im Bereich der Windenergie könnte Bulgarien von Dänemark, Litauen oder Irland lernen, die stark auf Windkraft setzen. Ebenso könnten kalifornische Praktiken im Bereich Solar (31% Anteil) wertvolle Einblicke liefern, um die Solarstromkapazität in Bulgarien zu steigern.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Bulgarien zeigt in den vergangenen Jahrzehnten wechselhafte Entwicklungen, insbesondere im Bereich der Kernenergie. In den 1980er Jahren wurde ein Plus bei der Kernenergieproduktion verzeichnet, gefolgt von Schwankungen in den darauf folgenden Dekaden. Der starke Rückgang im Jahr 1991 und 2007 war besonders kritisch für die Energiepolitik. In den 2000er Jahren gab es sowohl Anstiege als auch Einbrüche in der Produktion, wobei das Jahr 2007 einen bemerkenswerten Einbruch darstellte. Andererseits zeigte die Wasserkraft in den 2010er Jahren eine gewisse Stabilität, aber auch dort kam es zu moderaten Rückgängen. Im Jahr 2024 verzeichnete die Solarenergie einen erfreulichen Anstieg, was zeigt, wie wichtig es ist, weiterhin in saubere Technologien zu investieren und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.








