Elektrizität in Dschibuti im Jahr 2023
Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Dschibuti zeigt, dass mehr als zwei Drittel des Stroms aus Netto-Importen stammen, genaugenommen 71,83%. Ein Fünftel des Stroms wird aus fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas gewonnen, die nach wie vor eine bedeutende Ressource sind. Der Anteil kohlenstoffarmer Energiequellen, sprich saubere Energien, beträgt knapp 10%. Innerhalb dieser Kategorie stammt der gesamte kohlenstoffarme Anteil von 9,86% aus Windenergie. Diese Verteilung deutet darauf hin, dass Dschibuti stark von äußeren Energiequellen abhängt und innerhalb der sauberen Energien nur auf Wind setzt, ohne auf andere Anpassungsmöglichkeiten wie Solar- oder Kernenergie zurückzugreifen.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen EIA und Ember. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Dschibuti?
In punkto Elektrizitätswachstum zeigt der Trend für das Jahr 2023 eine leichte Abnahme, was Bedenken aufwirft. Der aktuelle Stromverbrauch liegt bei 616 kWh pro Person, ein Rückgang um 17 kWh im Vergleich zum Höchststand von 633 kWh pro Person im Jahr 2021. Dies deutet auf einen Rückschritt hin, der auch bei dem kohlenstoffarmen Stromverbrauch sichtbar ist, der mit 61 kWh pro Person knapp unter dem bisherigen Rekord von 62 kWh pro Person liegt. Der Rückgang in beiden Bereichen ist enttäuschend, da es auf einen gestoppten Fortschritt hin deutet. Mehr denn je ist es wichtig, das Wachstum im Bereich kohlenstoffarmer Stromquellen zu fördern, um die Energieunabhängigkeit und eine nachhaltige Zukunft zu sichern.
Vorschläge
Um den kohlenstoffarmen Stromanteil zu erhöhen, könnte Dschibuti von den Praktiken erfolgreicher Regionen lernen. Ein bemerkenswertes Beispiel wäre der Ausbau von Solarenergie, wie es Länder wie Chile mit einem Anteil von 25% geschafft haben, oder das Potenzial von Solarenergie, das Libanon mit 31% ausschöpft. Angesichts der Sonne, die dem Land reichlich zur Verfügung steht, wäre dies ein sinnvoller Schritt. Auch die konsequente Nutzung von Kernenergie hat in Ländern wie Frankreich bewirkt, dass über 67% des Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen stammen. Dschibuti könnte von solchen Beispielen lernen und sowohl in Solar- als auch in Kernenergie investieren, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und Importen zu verringern, was sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch vorteilhaft ist.
Geschichte
Der Verlauf der kohlenstoffarmen Stromerzeugung aus der Vergangenheit zeigt, dass in den letzten Jahren nur geringe Fortschritte gemacht wurden. 2021 konnte die Windenergie einen kleinen Zuwachs von 0,1 TWh verzeichnen, während die darauffolgenden Jahre keine weitere Veränderung brachten – weder 2022 noch 2023. Diese Stagnation deutet darauf hin, dass in Dschibuti dringender Handlungsbedarf besteht, um die Stromerzeugung aus sauberen Energieressourcen zu beleben und auszubauen. Es ist essenziell, einen stabilen und langfristig tragfähigen Plan zu entwickeln, um kohlenstoffarme Energien wie Wind und Solar nachhaltig zu integrieren und auszubauen.








