Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Jordanien zeigt, dass fossile Brennstoffe mit mehr als drei Vierteln der gesamten Stromerzeugung dominieren. Dabei nimmt Gas fast drei Viertel des Strommixes ein. Auf der anderen Seite stammt ein gutes Fünftel des Stroms aus kohlenstoffarmen Energiequellen, wobei Solarenergie mehr als die Hälfte dieses Anteils ausmacht und Windkraft fast ein Drittel beisteuert. Erneuerbare Energien wie Wasserkraft spielen dabei so gut wie keine Rolle. Diese Aufteilung zeigt die Herausforderungen, vor denen Jordanien steht, wenn es versucht, seinen Energiemix in eine nachhaltigere Zukunft zu verschieben.
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Wächst der Strom in Jordanien?
Bezüglich des Wachstums der Stromerzeugung in Jordanien sieht es momentan leider nicht vielversprechend aus. Der Pro-Kopf-Stromverbrauch ist seit dem bisherigen Höchststand im Jahr 2012 um etwa 265 kWh gesunken, was auf eine Stagnation oder sogar einen Rückgang des Wachstums hinweist. Im Gegensatz dazu steigt der Anteil kohlenstoffarmer Energie im Vergleich zu früheren Jahren leicht an, mit einem Zuwachs von 20 kWh pro Person im Vergleich zum Vorjahr. Dies zeigt das Potenzial für Wachstum in diesem Bereich, was jedoch nicht ausreicht, um den gesamten Rückgang des Stromverbrauchs auszugleichen.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Stromerzeugung zu erhöhen, sollte Jordanien sein bereits beträchtliches Engagement in der Solarenergie intensivieren, da diese Energieform bereits einen großen Anteil am Energiemix hat. Zudem könnte Jordanien von Ländern lernen, die in der Kohlenstoffreduktion erfolgreich sind. Frankreich und die Slowakei haben etwa zwei Drittel ihrer Elektrizität aus Kernenergie gewonnen, was zeigt, wie effektiv diese Technologie sein kann. Ähnlich erfolgreich sind Staaten wie Iowa und South Dakota, deren Strom zu fast 60 % aus Windkraft stammt. Die Kombination von Solarausbau und Einführung von Kernenergie könnte der Schlüssel für die nachhaltige Zukunft von Jordanien sein.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Jordanien zeigt sich seit Mitte der 2010er Jahre ein Trend zu Wachstum, insbesondere in der Wind- und Solarenergie. So erlebten Solar- und Windprojekte zwischen 2015 und 2022 stetige jährliche Zuwächse. Insbesondere die Jahre 2016 bis 2021 waren geprägt von einem starken Anstieg in der Solartechnologie. Hier zeigt sich eine klare Ausrichtung auf Wachstum und Nachhaltigkeit, die weiterverfolgt und ausgebaut werden sollte, um einen florierenden kohlenstoffarmen Energiesektor zu etablieren. Mit dem Verzicht auf Investitionen in Wasserkraft muss Jordanien jedoch alternative kohlenstoffarme Technologien weiter ausbauen, um ihre Energiesicherheits- und Umweltziel zu erreichen.








