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Elektrizität in Ungarn im Jahr 2025

2.969 kWh/person Kohlenstoffarmer Elektrizität
+235 #66
4.953 kWh/person Gesamtelektrizität
-73 #93
213 gCO2eq/kWh Kohlenstoffintensität
-26 #46
60 % Kohlenstoffarmer Elektrizität
+5,5 #58

Ungarn befindet sich im Jahr 2025 in einer spannenden Phase seines Elektrizitätsverbrauchs. Mehr als die Hälfte, genauer gesagt rund 60%, der Elektrizität wird aus kohlenstoffarmen Quellen gewonnen, was ein sehr positives Zeichen für eine nachhaltige Energiewende ist. Der größte Anteil davon stammt aus Kernenergie, die fast ein Drittel der Gesamtproduktion ausmacht. Solarenergie trägt mit mehr als einem Fünftel ebenfalls erheblich bei. Die Netto-Importe von Elektrizität machen ungefähr 21% aus. Auf der fossilen Seite der Energieerzeugung liegt Gas bei 16%, während der Anteil aus Biokraftstoffen und Kohle relativ gering ist, bei jeweils etwas mehr als 4% bzw. rund 2%. Windenergie spielt mit etwa 1% der Gesamtproduktion eine sehr kleine Rolle.

Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen EIA, ENTSOE, Eurostat, IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →

Wächst der Strom in Ungarn?

Trotz eines vorbildlichen Anteils von kohlenstoffarmer Erzeugung ist der gesamte Elektrizitätsverbrauch pro Kopf im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Im Jahr 2025 beträgt der Verbrauch 4.953 kWh pro Person, was einem Rückgang von 73 kWh im Vergleich zum Höchstwert von 2024 entspricht. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass die Erzeugung aus kohlenstoffarmen Quellen gestiegen ist; sie erhöhte sich von 2.735 kWh im Jahr 2024 auf 2.969 kWh pro Person im Jahr 2025, was einen bemerkenswerten Zuwachs von 235 kWh darstellt. Während der allgemeine Rückgang des Verbrauchs Besorgnis erregt, zeigt der Anstieg der sauberen Energien, dass Ungarn erhebliche Fortschritte in Richtung eines nachhaltigeren Versorgungssystems gemacht hat.

Vorschläge

Um den Anteil der kohlenstoffarmen Elektrizität weiter zu erhöhen, sollte Ungarn Maßnahmen ergreifen, um die bestehenden Kapazitäten in Solar- und Kernenergie weiter auszubauen. Mit Blick auf erfolgreiche Regionen könnte Ungarn vom Beispiel der Slowakei und Frankreich profitieren, wo der Anteil der Kernenergie bei beachtlichen 66% bzw. 67% liegt. Außerdem könnte Ungarn die Solarenergie weiterentwickeln, inspiriert durch Beispiele wie Nevada, das 34% seiner Elektrizität aus Solarenergie gewinnt. Diese Ausrichtung könnte eine nachhaltigere Energiezukunft sichern, den Druck auf fossile Brennstoffe verringern und gleichzeitig zur Reduzierung von Luftverschmutzung und Klimawandel beitragen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Ein Blick in die Vergangenheit der kohlenstoffarmen Elektrizität in Ungarn zeigt, dass die Kernenergie in den 1980er Jahren kontinuierlich wuchs, bis Anfang der 2000er einige Rückgänge zu verzeichnen waren. Das Jahr 2003 markierte einen erheblichen Rückgang um 2,9 TWh. In den darauffolgenden Jahren gab es aber wieder moderate Anstiege. In den letzten Jahren hat insbesondere die Solarenergie stark zugelegt, beginnend mit einem moderaten Zuwachs von 0,8 TWh im Jahr 2019 und einem Spitzenwachstum von 2,4 TWh im Jahr 2024. Dieser Anstieg, der sich auch im Jahr 2025 mit weiteren 1,7 TWh fortsetzt, unterstreicht die Dynamik, die für zukünftige Entwicklungen genutzt werden kann. Diese Entwicklungen bieten eine solide Grundlage, um die kohlenstoffarme Energiezukunft in Ungarn weiter zu gestalten.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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