Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Alabama im Jahr 2025 zeigt ein erhebliches Ungleichgewicht zwischen kohlenstoffarmen und fossilen Energien. Etwas mehr als die Hälfte des Stroms wird aus fossilen Brennstoffen erzeugt, wobei Gas mit fast der Hälfte des gesamten Stromverbrauchs den größten Anteil ausmacht. Kohle trägt rund 15 % zur Stromproduktion bei. Auf der anderen Seite stammt etwas weniger als 40 % des Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen. Kernenergie dominiert diesen Bereich mit fast einem Drittel, gefolgt von Wasserkraft mit rund 6 % und Biokraftstoffen mit knapp 2 %. Diese ungleiche Verteilung verdeutlicht, dass es noch erhebliche Möglichkeiten gibt, den Anteil kohlenstoffarmer Energien zu steigern, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.
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Wächst der Strom in Alabama?
Der Stromverbrauch in Alabama zeigt in letzter Zeit eine rückläufige Tendenz. Im Jahr 2025 lag der gesamte Stromverbrauch pro Person bei etwa 27.408 kWh, wobei der historische Höchststand im Jahr 2024 bei 27.711 kWh pro Person erreicht wurde. Dies stellt einen Rückgang von etwa 1 % dar. Besonders besorgniserregend ist jedoch der Rückgang der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, die von ihrem Höchststand im Jahr 2023 bei 11.408 kWh pro Person auf 10.717 kWh im Jahr 2025 gesunken ist, was einem Rückgang von rund 6 % entspricht. Angesichts der Herausforderungen durch den Klimawandel und das Wachstum von Sektoren, die auf sauberen Strom angewiesen sind, ist ein solcher Rückgang alarmierend und erfordert gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Situation.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern, sollte Alabama den Ausbau bestehender Kernkraftwerke in Betracht ziehen, da diese bereits einen bedeutenden Beitrag zur Stromerzeugung leisten. Beim Blick auf erfolgreiche Regionen könnte Alabama von Ländern wie Frankreich, das 67 % seines Stroms aus Kernenergie erzeugt, oder von US-Bundesstaaten wie South Carolina, die auf einen Kernenergieanteil von 54 % kommen, lernen. Untersucht man die Möglichkeiten für Wind- und Solarenergie, könnten US-Bundesstaaten wie Nevada, das 34 % seines Stroms aus Solarenergie gewinnt, Anregungen bieten. Auch Erfahrungen aus Bundesstaaten wie Iowa, in dem Windenergie 58 % des Stroms ausmacht, könnten wertvolle Einblicke liefern, wie Alabama seine saubere Energieerzeugung diversifizieren und verbessern könnte.
Geschichte
In den letzten Jahren hat Alabama einen Rückgang der kohlenstoffarmen Stromerzeugung erfahren, insbesondere in der Kernenergie. Im Jahr 2024 fiel die Stromerzeugung aus Kernenergie um 1,1 TWh und im Jahr 2025 sogar um 1,8 TWh. Gleichzeitig verzeichnete Wasserkraft zwei Jahre in Folge einen leichten Rückgang, während die Stromproduktion aus Biokraftstoffen im Jahr 2024 leicht anstieg, im Jahr 2025 jedoch stagnierte. Diese Entwicklungen zeigen die Herausforderungen, denen sich Alabama gegenübersieht, wenn es darum geht, bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung nicht nur mit früheren Leistungen Schritt zu halten, sondern auch die Kapazitäten zu erweitern. Ein verstärkter Fokus auf den Ausbau der Kernenergie und die Einführung neuerer Technologien in der Wind- und Solarenergie könnte helfen, die Stromerzeugung nachhaltig zu verbessern und zukunftssicher zu machen.








