Guinea's derzeitiger Stand der Stromerzeugung zeigt ein starkes Ungleichgewicht zwischen kohlenstoffarmer und fossiler Energie. Im Jahr 2023 stammten mehr als drei Viertel der insgesamt 4,05 TWh aus der Stromerzeugung aus kohlenstoffarmen Quellen, hauptsächlich aus Wasserkraft mit 3 TWh. Der Rest, etwa ein Viertel, wurde durch fossile Brennstoffe erzeugt. Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von nur 281 kWh liegt Guinea weit unter dem globalen Durchschnitt von 3662 kWh. Dieser niedrige Stromverbrauch deutet auf mögliche Einschränkungen bei der wirtschaftlichen Entwicklung, Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung hin, die durch den Mangel an ausreichender und zuverlässiger Stromversorgung verstärkt werden.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen EIA und Ember. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Guinea?
Das Wachstum der Elektrizität in Guinea stagniert derzeit, wie die neuesten Daten im Vergleich zu 2022 zeigen. Der gesamte Pro-Kopf-Verbrauch ist um 3 kWh von seinem vorherigen Rekord zurückgegangen, während auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Kopf um 2 kWh gesunken ist. Dieses schwache Wachstum, ja sogar ein Rückgang, spiegelt mögliche Schwierigkeiten bei der Erschließung neuer Energiequellen wider und ist besorgniserregend, da eine wachsende Elektrizitätsversorgung entscheidend für die Unterstützung von Fortschritt und Modernisierung ist. Um diese Trends umzukehren, muss Guinea langfristige Strategien zur Stärkung der Stromerzeugung, insbesondere aus kohlenstoffarmen Quellen, verfolgen.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Stromerzeugung zu erhöhen, kann Guinea von anderen Regionen lernen, die in verschiedenen Sektoren erfolgreich waren. Zum Beispiel hat die Volksrepublik China beachtliche Ergebnisse in der Erzeugung von Solar- (1170 TWh) und Windenergie (1130 TWh) erzielt. Die Vereinigten Staaten sind führend in der Stromerzeugung aus Kernenergie mit 784 TWh. Solche erfolgreichen Ansätze der Nutzung von Solar- und Kernenergie könnten für Guinea von besonderem Interesse sein, um die Stromerzeugung aus sauberen Quellen zu intensivieren und den nationalen Strombedarf zu decken und das Problem des geringen Pro-Kopf-Verbrauchs anzugehen.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Elektrizität in Guinea kann eine bemerkenswerte Entwicklung der Wasserkraft beobachtet werden. Von kleineren Steigerungen in den 1980er Jahren bis hin zu Rückgängen und Schwankungen in den frühen 2000er Jahren, zeigt die Wasserkraftnutzung eine unstete Entwicklung. Besonders bemerkenswert ist jedoch das Jahr 2021, in dem ein erheblicher Anstieg von 1,2 TWh zu verzeichnen war, gefolgt von einem kontinuierlichen, wenn auch schwächerem Wachstum. In den letzten zwei Jahren war jedoch eine Stagnation zu beobachten, was den dringenden Bedarf zur Stilllegung möglicher Engpässe und zur Förderung sauberer Energietechnologien verdeutlicht.








