Derzeit stammt der Großteil des Stroms, mehr als die Hälfte, in Hawaii aus fossilen Brennstoffen, insbesondere Öl, das ebenfalls 60 % der Stromerzeugung ausmacht. Gleichzeitig setzt Hawaii auf kohlenstoffarme Energiequellen, die rund 32 % des Stroms bereitstellen. Innerhalb dieser Gruppe nimmt Solarenergie mit über 22 % den größten Anteil ein, wobei fast zwei Drittel davon aus Solaranlagen für den Eigenverbrauch stammen und der Rest von Versorgungsbetrieben. Windenergie trägt fast 5 % bei, während Geothermie und Biokraftstoffe zusammen etwa 4 % beitragen. Netto-Importe stellen etwa 5 % der Stromversorgung sicher.
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Wächst der Strom in Hawaii?
Die Stromnachfrage in Hawaii zeigt Anzeichen eines signifikanten Wachstums. Im Jahr 2025 erreichte der Stromverbrauch pro Person 8086 kWh, ein Anstieg gegenüber dem bisherigen Rekord von 7423 kWh im Jahr 2024. Diese Zunahme von 664 kWh verdeutlicht das wachsende Bestreben nach mehr Elektrizität. Auch die Erzeugung von kohlenstoffarmem Strom stieg im gleichen Jahr auf 2575 kWh pro Person, was einen Anstieg von 141 kWh gegenüber dem Vorjahr darstellt. Diese Entwicklung unterstreicht Hawaiis Engagement, saubere Energiequellen voranzutreiben und den Übergang zu einer nachhaltigeren Energieinfrastruktur zu unterstützen.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Hawaii weiter zu erhöhen, könnte der Ausbau der bereits starken Solarstromkapazitäten eine vielversprechende Strategie sein. Hawaii könnte dabei von den Erfolgen anderer Regionen lernen, die ähnliche klimatische Bedingungen aufweisen. Ein Beispiel ist Nevada, das beachtliche 34 % seines Stroms aus Solarenergie gewinnt. Für zusätzliche Diversifizierung könnte Hawaii auch von den Erfahrungen von Ländern mit hohem Kernenergieanteil profitieren, wie Frankreich mit 67 % oder New Hampshire mit 55 %, da Kernenergie eine ebenso zuverlässige und nachhaltige Stromquelle darstellt. Der Einsatz von Windenergie könnte ebenfalls in Betracht gezogen werden, inspiriert von Dänemark und Iowa, die jeweils etwa 60 % beziehungsweise 58 % ihren Strom aus dieser Quelle beziehen.
Geschichte
In den letzten Jahren hat Hawaii einige Herausforderungen in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung erlebt. Im Jahr 2024 sank die Erzeugung aus Biokraftstoffen leicht, während die Geothermie etwas zulegen konnte. Wind- und Wasserkraft zeigte jedoch keine Veränderung. Im Jahr 2025 gab es wiederum einen leichten Rückgang sowohl bei der Wind- als auch bei der Wasserkraft. Diese Trends verdeutlichen die Schwankungen der Produktionsraten traditionellerer kohlenstoffarmer Technologien. Gleichzeitig birgt die beständige Leistung der Solarenergie großes Potenzial für zukünftiges Wachstum und sollte weiter ausgeschöpft werden. Klimawandel und Luftverschmutzung verlangen nach einer Energiewende, und Hawaii hat die Gelegenheit, eine führende Rolle bei der Förderung sauberer Energie zu übernehmen.








