Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Kasachstan zeigt, dass der Großteil der genutzten Elektrizität aus fossilen Brennstoffen stammt, wobei mehr als die Hälfte des Stroms durch Kohle und fast ein Drittel durch Gas erzeugt wird. Der Anteil kohlenstoffarmer Energien ist deutlich geringer, mit knapp 15% des Stromverbrauchs bestehend aus Wasserkraft, Wind und Solarenergie. Von diesen sauberen Energien hat die Wasserkraft den größten Anteil, gefolgt von Wind und Solar. Öl und Netto-Importe machen nur weniger als fünf Prozent des Gesamtverbrauchs aus, was darauf hindeutet, dass der Energieimport von geringer Bedeutung ist.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Ember, Energy Institute und IEA. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Kasachstan?
Bezüglich des Wachstums von Elektrizität in Kasachstan ist ein leichter Rückgang des gesamten Stromverbrauchs im Vergleich zum historischen Höchstwert von 1990 zu verzeichnen. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt jetzt bei 5802 kWh gegenüber 6105 kWh im Jahr 1990, was einen Rückgang von 303 kWh pro Person bedeutet. Positiv zu vermerken ist jedoch, dass der kohlenstoffarme Stromverbrauch pro Kopf einen Anstieg verzeichnet hat. Mit 855 kWh pro Person übertrifft der aktuelle Anteil kohlenstoffarmer Energie den vorherigen historischen Höchststand von 2023 um 147 kWh pro Person. Dies zeigt eine steigende Tendenz hin zu sauberer Energie, obwohl der Gesamtverbrauch zurückgegangen ist.
Vorschläge
Kasachstan könnte den Anteil kohlenstoffarmer Elektrizität erhöhen, indem es auf die Erfolgsmodelle anderer Regionen blickt. Insbesondere könnten Projekte in Solar- und Kernenergie von Vorteil sein, wobei Kalifornien und Nevada als Vorbilder für den Solarausbau dienen könnten, da diese Bundesstaaten hohe Anteile an Solarstrom erreichen. In Bezug auf Kernenergie könnten Länder wie Frankreich und die Slowakei als Beispiele angesehen werden, die mehr als die Hälfte ihres Stroms aus Kernenergie gewinnen. Diese Vorbilder zeigen, wie eine verstärkte Investition in Wind- und Solarenergie sowie Kernenergie die kohlenstoffarme Stromerzeugung Kasachstans erheblich steigern könnte.
Geschichte
In den letzten Jahrzehnten gab es mehrere Änderungen in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Kasachstan, vor allem in der Wasserkraft. In den späten 1980er Jahren, insbesondere 1987 und 1988, gab es ein leichtes Wachstum, das Anfang der 1990er Jahre fortgesetzt wurde. Allerdings erlebte die Wasserkrafterzeugung Mitte der 1990er Jahre einen Rückgang. In den 2000er Jahren waren die Veränderungen moderat, jedoch wurde 2016 ein signifikantes Wachstum von 2,4 TWh verzeichnet. In jüngster Zeit zeigt sich ein erneutes Wachstum, wobei 2024 sowohl bei der Wasserkraft als auch bei Windkraftsteigerungen zu verzeichnen sind. Dies hebt die Bedeutung der kohlenstoffarmen Energien für die zukünftige Energiepolitik Kasachstans hervor.








