Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Argentinien im Jahr 2025 zeigt, dass fossile Brennstoffe immer noch knapp über die Hälfte der Stromerzeugung ausmachen, während kohlenstoffarme Energien etwas weniger als die Hälfte einnehmen. Gas ist der dominierende fossile Brennstoff, der fast die Hälfte des gesamten Stroms liefert, während Öl und Kohle nur einen geringen Teil beitragen. Auf der Seite der sauberen Energien führt die Wasserkraft mit fast einem Viertel des Gesamtstroms, gefolgt von Wind mit über einem Zehntel. Die Kernenergie macht einen beträchtlichen Anteil von etwas mehr als 7% aus und spielt damit eine signifikante Rolle in der sauberen Stromerzeugung des Landes. Solarenergie trägt mit über 3% einen kleineren, aber dennoch wichtigen Beitrag zur kohlenstoffarmen Stromerzeugung bei, während Biokraftstoffe beinahe keine Rolle spielen.
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Wächst der Strom in Argentinien?
Der Elektrizitätsverbrauch in Argentinien zeigt derzeit eine rückläufige Tendenz. Im Jahr 2025 lag der Stromverbrauch bei 3257 kWh pro Person, was einen Rückgang von 314 kWh pro Person im Vergleich zum Rekordjahr 2016 bedeutet. Diese Abnahme ist besorgniserregend, da sie auf eine stagnierende oder schrumpfende Nachfrage hindeutet, die nicht mit dem wachsenden Bedürfnis nach Elektrizität zur Unterstützung der Elektrifizierung und der technologischen Entwicklung Schritt hält. Dennoch gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer in der Erzeugung kohlenstoffarmen Stroms, die im Vergleich zu 2024 leicht gestiegen ist. Diese Zunahme um 31 kWh pro Person bei kohlenstoffarmer Erzeugung zeigt jedoch an, dass weitere Anstrengungen erforderlich sind, um den Anteil sauberer Energie zu erhöhen.
Vorschläge
Argentinien hat die Möglichkeit, seinen kohlenstoffarmen Stromanteil weiter zu steigern, indem es in die Erweiterung der Windkraft und andere saubere Technologien investiert. Ein Blick auf die Erfolge anderer Länder zeigt, dass eine starke Windkraftproduktion von 60% in Dänemark und 58% in Iowa und South Dakota erreicht wird, was Argentinien als Vorbild dienen kann. Zudem könnte Argentinien durch den Ausbau der Kernenergie, inspiriert von Ländern wie Frankreich, das 67% seiner Elektrizität aus Kernkraft gewinnt, von einem sicheren und verlässlichen sauberen Energiequelle profitieren. Kalifornien mit seiner starken Solarerzeugung von 31% könnte als Beispiel für ein erfolgreiches Solarprogramm genutzt werden, um die Solarstromkapazitäten Argentiniens signifikant zu erweitern und den Landeseigenen Energiemix zu bereichern.
Geschichte
Ein Blick auf die historische Entwicklung der kohlenstoffarmen Stromproduktion in Argentinien zeigt einige Schwankungen, insbesondere bei der Wasserkraft. In den 1980er und 1990er Jahren gab es sowohl Anstiege, wie 1990 mit einem Plus von 5,2 TWh und Rückgänge wie 1988 mit -6,8 TWh. Ab 2000 gab es einen bemerkenswerten positiven Trend, insbesondere im Jahr 2000 und 2001, wo die Wasserkrafterzeugung um 7,2 und 8,2 TWh stieg. Jedoch folgte darauf wiederholt ein Rückgang, bevor im Jahr 2023 ein bedeutender Anstieg von 10,8 TWh stattfand. Diese Zyklen zeigen die Volatilität in der Wasserkrafterzeugung und unterstreichen die Notwendigkeit, das Portfolio der sauberen Energien weiter auszubauen, um die Stromerzeugung zu stabilisieren und zu diversifizieren. Der kürzliche Erfolg im Windsektor ab 2019 zeigt, dass es Raum für Wachstum und Potenzial gibt.








