Der aktuelle Zustand des Elektrizitätsverbrauchs in Montenegro im Jahr 2025 zeigt eine bemerkenswerte Balance zwischen kohlenstoffarmen und fossilen Energiequellen. Mehr als die Hälfte des Stroms, etwa 49%, stammt aus kohlenstoffarmen Quellen. Innerhalb dieses Segments macht Wasserkraft knapp 39% aus, wobei Wind und Solar fast 10% des Gesamtstroms ausmachen. Ein großer Anteil, über ein Drittel, der Elektrizität stammt aus Netto-Importen, was die Abhängigkeit vom Ausland für Energie unterstreicht. Fossile Brennstoffe, allesamt Kohle, tragen zu über 14% bei, was deutlich auf das Potenzial für eine weitere grüne Transition hinweist.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Ember, ENTSOE, Eurostat und IEA. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Montenegro?
Die Entwicklung des Elektrizitätsverbrauchs in Montenegro gibt Anlass zur Sorge. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt derzeit bei 5817 kWh/Jahr, was einen erheblichen Rückgang von 1795 kWh im Vergleich zum historischen Höchststand 2006 bedeutet. Besonders kritisch ist der Rückgang von kohlenstoffarmer Stromerzeugung, die von einem Höchststand von 4351 kWh/Person im Jahr 2010 auf nun 2861 kWh/Person gefallen ist. Diese Zahlen deuten auf eine rückläufige oder stagnierende grüne Energiewende hin, was in einer Zeit, in der die Elektrifizierung und der Bedarf an sauberer Energie steigen, nicht der Fall sein sollte.
Vorschläge
Um den Anteil der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Montenegro zu erhöhen, könnten Lehren aus anderen Regionen gezogen werden. Länder wie Frankreich und die Slowakei erzeugen über zwei Drittel ihres Stroms aus Kernenergie, eine Strategie, der Montenegro folgen könnte, um fossile Abhängigkeit zu reduzieren. Zudem könnte Montenegro der Führung von Dänemark folgen, das 60% seiner Elektrizität aus Wind gewinnt. Ebenso wichtig ist das Potenzial für Solarenergie, wobei Nevada und Kalifornien mit rund 30% einen führenden Anteil in ihrer Stromerzeugung haben. Montenegro sollte den Ausbau von Solar- und Kernenergie verstärkt in Betracht ziehen, um sowohl die Energiesicherheit zu erhöhen als auch die Umweltauswirkungen zu minimieren.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Elektrizität in Montenegro gab es in den letzten Jahren verschiedene Schwankungen. In den frühen 2010er Jahren wurde ein Anstieg der Wasserkraftnutzung verzeichnet, insbesondere im Jahr 2013 mit einem Zuwachs von 1 TWh. Zwischen 2018 und 2025 zeigt sich jedoch eine stagnierende bis rückläufige Entwicklung der Wasserkraftnutzung, was auf eine Herausforderung im Management der Wasserversorgung hindeutet. Die Einführung von Windenergie im Jahr 2019 mit einem Zuwachs von 0,2 TWh ist positiv, reicht jedoch nicht aus, um den Rückgang in anderen kohlenstoffarmen Sektoren auszugleichen. Montenegro muss entschlossener in die Diversifizierung seiner kohlenstoffarmen Energiequellen investieren, um zukünftige Energieanforderungen zu erfüllen und zur globalen Energiewende beizutragen.








