Guatemala nutzt derzeit überwiegend kohlenstoffarme Energiequellen, die mehr als zwei Drittel der gesamten Stromerzeugung im Jahr 2023 ausmachen. Wasserkraft ist mit etwas über 40% die dominierende Quelle, gefolgt von Biokraftstoffen, die fast ein Viertel der Energie liefern. Andere kohlenstoffarme Quellen wie Wind, Geothermie und Solar machen jeweils nur einen kleinen Teil der Erzeugung aus. Allerdings sind fossile Brennstoffe immer noch mit knapp einem Viertel an der Stromerzeugung beteiligt, wobei Kohle die Hauptquelle ist. Nettoimporte tragen ebenfalls zu einem kleinen Teil der Energieversorgung bei.
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Wächst der Strom in Guatemala?
Bezüglich des Wachstums der Stromnutzung in Guatemala ist ein besorgniserregender Rückgang zu vermerken. Im Jahr 2023 lag der Pro-Kopf-Stromverbrauch bei 769 kWh, was einem Rückgang von 112 kWh im Vergleich zum bisherigen Rekord von 2021 entspricht. Auch die Erzeugung kohlenstoffarmer Elektrizität ist zurückgegangen und beträgt 553 kWh pro Person im Jahr 2023, verglichen mit dem Rekordwert von 646 kWh pro Person im Jahr 2021. Diese Abnahmen in der Stromnutzung und bei der Erzeugung kohlenstoffarmer Elektrizität sind beunruhigend angesichts der Notwendigkeit, sowohl den Elektrizitätskonsum als auch die saubere Energieerzeugung zu steigern.
Vorschläge
Um die Erzeugung von kohlenstoffarmer Energie in Guatemala zu erhöhen, könnte das Land von den Erfahrungen anderer Regionen lernen. Beispielsweise haben Länder wie Dänemark, Iowa und South Dakota gezeigt, dass ein erheblicher Anteil von über 50% ihrer Elektrizität durch Windenergie erzeugt wird, während Staaten wie Nevada und Kalifornien große Anteile an Solarenergie produzieren. Außerdem bietet die Nutzung von Kernenergie ein großes Potenzial, da Länder wie Frankreich und die Slowakei mehr als die Hälfte ihres Stroms aus dieser Quelle beziehen. Guatemala könnte stark von der Investition in Solar- und Windprojekte sowie die Erforschung von Kernenergie profitieren, um die saubere Energieerzeugung voranzutreiben und den Kohlenstoffausstoß zu verringern.
Geschichte
Im Rückblick auf die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Guatemala lässt sich feststellen, dass die Wasserkraft seit den 1980er Jahren eine wichtige Rolle spielt. Der Anstieg in den letzten Jahrzehnten war jedoch von Schwankungen geprägt, wie die signifikanten Rückgänge im Jahr 2009, 2015 und zuletzt 2023 zeigen. Dennoch gab es in den 2010er Jahren einige bedeutende Zugewinne, insbesondere in den Jahren 2010 und 2017. Die Biokraftstoffe erlebten 2010 und 2021 einen Aufschwung, obwohl ein Rückgang im Jahr 2022 zu verzeichnen war. Trotz einiger positiver Entwicklungen ist es wichtig, kontinuierlich in die Steigerung der sauberen Energie zu investieren, vor allem durch Innovation und technologische Weiterentwicklung in neuen kohlenstoffarmen Energiequellen wie Kernkraft und Solarenergie.








