In Simbabwe stammt mehr als die Hälfte des Stroms im Jahr 2023 aus kohlenstoffarmen Quellen, wobei die Wasserkraft mit beinahe 53% den Großteil ausmacht. Die restliche kohlenstoffarme Erzeugung entfällt auf Biokraftstoffe mit einem Anteil von knapp 1%. Fossile Brennstoffe, die ausnahmslos durch Kohle repräsentiert werden, machen etwa ein Viertel des Strommixes aus. Netto-Importe tragen knapp 19% zur Stromversorgung bei. Während die Dominanz der Wasserkraft im Bereich der sauberen Energien bemerkenswert ist, zeigt der erhebliche Anteil fossiler Brennstoffe, dass es noch Spielraum gibt, um den Anteil kohlenstoffarmer Energien weiter auszubauen.
Wächst der Strom in Simbabwe?
In Simbabwe ist die Stromerzeugung in den letzten Jahrzehnten nicht gewachsen, sondern hat einen Rückschritt erlebt. Die aktuelle Pro-Kopf-Stromerzeugung liegt bei 625 kWh, deutlich unter dem Rekordwert von 1102 kWh pro Person im Jahr 1987. Auch die stromerzeugung aus kohlenstoffarmen Quellen hat seit ihrem Höchststand im Jahr 1980, als sie 568 kWh pro Person betrug, abgenommen und liegt nun bei nur noch 343 kWh pro Person. Diese Rückentwicklung zeigt, dass Simbabwe dringend Maßnahmen ergreifen muss, um die Erzeugung insbesondere sauberer Energien zu steigern und Klimaziele zu erreichen.
Vorschläge
Mit Blick auf erfolgreichere Regionen weltweit könnte Simbabwe von Ländern wie Frankreich und der Slowakei lernen, die beide einen erheblichen Teil ihrer Elektrizität aus Kernenergie beziehen. Diese nachhaltige und emissionsarme Energiequelle könnte in Simbabwe erheblich zum niedrigen Kohlenstoffausstoß beitragen. Darüber hinaus haben Länder wie Dänemark und Staaten wie Iowa gezeigt, dass ein hoher Anteil von Windenergie machbar und effizient sein kann. Ergänzt durch Solarsysteme, wie sie in Nevada und Libanon erfolgreich genutzt werden, könnte Simbabwe seinen Strommix diversifizieren und den Anteil kohlenstoffarmer Energiequellen erheblich steigern.
Geschichte
Ein Rückblick auf die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Simbabwe zeigt eine wechselvolle Entwicklung. In den frühen 1980er-Jahren gab es leichte Rückgänge, die auch das Jahr 1987 prägten. Nach einem kurzen Anstieg Ende der 1980er-Jahre folgten in den frühen 1990er-Jahren erneut Rückgänge. Mitte der 1990er bis Mitte der 2000er Jahre waren Zeiten des Wachstums und der Rückschläge. Der Beginn der 2010er-Jahre brachte eine kontinuierliche Abnahme mit kurzen Erholungen, zuletzt geringfügig im Jahr 2021. Diese Schwankungen verdeutlichen, dass ein stabiler und nachhaltiger Ausbau kohlenstoffarmer Energien notwendig ist, um Herausforderungen wie Klimawandel und Energieversorgungssicherheit langfristig zu begegnen.













